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1.Inhaltsverzeichnis 2.Definition Wetten 3.Juristische Auslegung 3.1 Definition von Glücksspiel 3.2 Gambelli - freier Dienstleistungsverkehrs und Niederlassungsfreiheit 3.3 Flächendeckende Verfügbarkeit 3.4Exzessive Werbung 3.5.Lobbyarbeit der staatlichen Wettanbieter 3.6.Geringfügigkeitsschwelle 3.7.Geschicklichkeitsspiel und Unterhaltungsspiele 4.Glücksspiel-Anwälte 5.Der Markt für Online-Wetten 6.Wettanbieter 6.1.Staatliche Wettanbieter 6.2.Private Wettanbieter 6.3.Wett-Shop 6.4.Sportwetten per Internet 6.5.Mobile-Gambling 6.6.interaktives TV (iTV) 7.Die Wettarten 8.Lotto 8.1.Euromillions 8.2.Lotto-Tipp-Gemeinschaften 9.Pferderennen 10.Sportwetten 10.1.Quote 10.2.Einzelwette 10.2.1.Einzelwette als Tendenzwette 10.2.2.Einzelwette als Ergebniswette 10.3.Kombiwette 10.4.Systemwette 10.5.Bank, Zweiweg und Dreiweg-Wette 10.6.Halbzeit/Endstand-Wette 10.7.Over/Under-Wette 10.8.Handicap (Handicapwette) 10.9. Asian Handicap 10.10.Spezialwetten 10.10.1.Fantasy-Wette 10.10.2.Langzeitwette 10.10.3.Platzwette 10.10.4.Erster Torschütze 10.10.5.Erster Torschütze Kombi mit Ergebniswette 10.10.6.Weitere Sonderwetten 10.10.7.Value-Betting 10.10.8.Arbitrage - Sure Bets 10.11.Wettbörsen / Betting-Exchange 10.12.Livewetten bei Wettbörsen 11.Poker 12.Spielbank / Casino 12.1.Casino-Software 13.Betreiber 14.Spread Betting 15.Börsennotierte Wett-Firmen 16.Payment 17.Marketing 17.1.Marketing im Internet 17.2.Affiliateprogramme von Wett-Anbietern 17.3.Bonusprogramme 18.Messen & Kongresse 19.Zeitschriften & Magazine 20.Fazit Stand April 2008 |
17. Marketing17.1. Marketing im InternetWer nicht wirbt, stirbt! Das gilt für das Internet noch mehr als für die offline Welt. Die gängigsten Werbeformen im Internet sind:
Nach §284 StGB Abs. 4 ist die Bewerbung von unerlaubtem Glückspiels verboten und kann mit bis zu einem Jahr Gefängnis oder Geldstrafe geahndet werden. Welche Wettarten unter unerlaubtes Glücksspiel fallen, haben wir vorher dargelegt. Letztlich entscheiden die Gerichte über die Legalität von Glückspielen. Unbestritten ist, dass Internet-Casinos zu den Glücksspielen gehören und eine Bewerbung dieser Seiten verboten ist. Somit ist eine Bewerbung durch deutsche Partnerprogramme nicht möglich. Ebenso wenig ist die professionelle Eintragung in deutsche Suchdienste oder die Schaltung von Bannerwerbung auf nationalen Seiten zulässig. Es gibt deshalb internationale Anbieter, die die Bewerbung von online-Wettangeboten vom Ausland aus in deutscher Sprache anbieten. National und international ist es üblich, 50% der Roherträge an Partner auszuzahlen, die User auf ein bestimmtes Angebot lenken. Dieser Prozentsatz mag im ersten Augenblick sehr hoch erscheinen, man muss aber berücksichtigen, dass die Daten des Spielers ein sehr wertvolles Gut darstellen und die konkurrierenden Spielcasinos um diese Partner werben. Mit höheren Auszahlungssätzen, kürzeren Auszahlungsterminen und Sonderaktionen kann die Verweildauer des Spielers erhöht werden. Je länger die Verweildauer, und je höher die Spieleinsätze sind, desto lukrativer wird die Vermittlung des Spielers an ein solches Casino. Ebenfalls können alternative Marketingansätze außerhalb des Internet genutzt werden. Dies macht z.B. das quartalsweise in deutscher Sprache erscheinende Casino-Club Magazin, welches trotz Werbeverbot kostenlos über die deutsche Post an deutsche Haushalte verschickt wird. Durch die verstärkte Verbreitung der Sportwetten im Internet bietet sich auch für Webmaster an, diese Branche zu bewerben und an den entsprechenden Affiliate- bzw. Webmasterprogrammen zu partizipieren. Betreiber von Internetseiten sahen sich mit dem Einbruch des Internetbooms nicht mehr in der Lage, die Werbeflächen zu festen Preisen zu verkaufen. Eine gängige Form bildete dabei der TKP (Tausender-Kontakt-Preis), der für 1.000 Werbe-Einblendungen auf einer Werbeseite gezahlt werden sollte. Diese Werbeform wird immer stärker von Affiliateprogrammen abgelöst. Ein Affiliateprogramm bietet die Bewerbung von Produkten auf Erfolgsbasis an und ist bei kleineren und besonders zielgruppenaffinen Webseiten sehr beliebt. Die Anbieter von Produkten zahlen eine Affiliateprovision an die Webseite, welche den Besucher auf die Produktseite geleitet hat. Diese Affiliateprovision kann gezahlt werden
Bei der Zahlung auf der Pro Sale Basis kann die Provision dann als
Diese Provision wird nicht nur einmal, sondern solange gezahlt, wie der Spieler die Seite benutzt. Diese Affiliateprovisionen werden in den verschiedensten Formen gewährt:
Die Affiliateprogramme werden meistens von den Anbietern selber organisiert, der Affiliate muss sich mit seiner Seite bewerben bzw. sich zuerst selber als User registrieren. Die Provision wird in der Regel auf das Spielekonto ausgezahlt und ähnelt eher einem Spieler-werben-Spieler Ansatz. Die internationalen Affiliateprogramme für Sportwetten, Casinos und Pokerrooms sind in diesem Bereich etwas professioneller als die deutschsprachigen Anbieter. Die Darstellung der getätigten Umsätze und der Provisionsansprüche lassen größtenteils zu Wünschen übrig. Einzig die Angebote, welche über die größten allgemeinen Affiliateprogramme, wie z.B. affili.net abgewickelt werden, sind professioneller dargestellt. Allerdings sind diese „allgemeinen“ Affiliateprogramme nicht auf den Wettmarkt spezialisiert. Diesen Ansatz geht der Affiliateanbieter Zabadoo.com. Das Angebot von www.miobet.com (9 richtige Fußballergebnisse voraussagen und eine Million Euro gewinnen) und die Produkte von Lotto Lichtenstein (www.pluslotto.com) werden beworben. Ein umfangreiche Statistik über getätigten Aktivitäten und zahlreiche Banner für Marketing stehen dem Seitenbetreiber zur Verfügung. Zabadoo.com bietet diese Leistung speziell Unternehmen aus der Wettbranche an, die Marketing und Abrechnungen extern erledigen lassen wollen. | |
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